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Jeder von uns erlebt einmal pro Monat ein Wunder

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Jeder von uns erlebt einmal pro Monat ein Wunder
Es kommt immer wieder vor, dass extrem unwahrscheinliche Dinge passieren. Man denkt zum Beispiel an einen Menschen, den man jahrelang nicht gesehen hat, und plötzlich klingelt das Telefon - die betreffende Person ruft an. Wie wahrscheinlich ist so etwas? Und warum hat man ausgerechnet kurz vor dem Anruf an diesen Menschen gedacht?
Ein anderes Beispiel. Man liest einen Roman, in dem die Zahlen 18 und 12 eine besondere Rolle spielen. Dann legt man das Buch beiseite und schaut auf die Uhr. Es ist 18:12 Uhr. Kann das noch Zufall sein?
In beiden Fällen handelt es sich um extrem seltene Ereignisse, deren Wahrscheinlichkeit bei 1:1 Million oder noch höher liegt. Dazu zählen auch 6 Richtige im Lotto. Die Wahrscheinlichkeit, sie zu treffen, liegt bei 1:15 Millionen. Dennoch gibt es fast jede Woche einen Gewinner. Manche bezeichnen das als Wunder.
Der britische Mathematik-Professor John Edensor Littlewood von der Universität Cambridge konnte und wollte nicht an Wunder glauben. Also machte er sich daran, die Sache zu berechnen, und veröffentlichte sein viel beachtetes Buch "A Mathematician's Miscellany".
Littlewood kam zu dem Ergebnis, dass jeder von uns einmal pro Monat etwas extrem Unwahrscheinliches erlebt. Und das deshalb, weil wir Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag unglaublich viel erleben. Und durch die pure Größe dieses Datensatzes haben auch extrem unwahrscheinliche Ereignisse eine Chance einzutreten.
Zunächst musste Littlewood festlegen, ab welcher Wahrscheinlichkeit man von einem extrem unwahrscheinlichen Ereignis (oder Wunder) sprechen kann. Er entschied sich für eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 1:1 Million. Das entspricht der Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden.
Anschließend berechnete Littlewood, dass jeder Mensch etwa ein Erlebnis pro Sekunde hat, das er mit seinen Augen oder Ohren wahrnimmt und im Gehirn verarbeitet. Auf den Monat hochgerechnet, ergibt das 1 Million Einzelereignisse.
Daraus schloss Littlewood, dass jeder Mensch einmal pro Monat etwas sieht, hört oder erlebt, dessen Wahrscheinlichkeit bei 1:1 Million liegt. Und das nimmt den "Wundern" viel von ihrem Zauber. Eigentlich sind sie ganz normal. Je größer der Datensatz, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass etwas sehr Unwahrscheinliches passiert.
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Damian Gorczany
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Das bedeutet natürlich nicht, dass man 6 Richtige im Lotto hat, wenn man 15 Monate lang Lotto spielt. Littlewood's Gesetz der Wunder, wie man es heute nennt, sagt ja lediglich, dass wir einmal pro Monat etwas sehr Ungewöhnliches erleben. Und dabei muss es sich nicht um einen Lottogewinn handeln.
Möglicherweise buchen wir ein Hotelzimmer und der Gast vor uns hatte den gleichen Namen. Oder wir gehen zu einem Meeting und fünf Teilnehmer tragen die gleichen Schuhe. Oder wir sitzen im Garten und werden von einem Meteoriten getroffen. Alles sehr unwahrscheinlich, aber angesichts der vielen Dinge, die täglich passieren, eben nicht unmöglich. Die Menge machts.
Wie unglaublich solche Zufälle sein können, belegt ein Vorfall aus dem zweiten Weltkrieg. Als die Alliierten die Invasion in der Normandie vorbereiteten, gaben sie jedem Küstenabschnitt einen Codenamen: Utah, Omaha, Gold, Juno, Sword. Das Ganze war natürlich top secret.
Umso entsetzter war der britische Geheimdienst MI5, als alle fünf Tarnnamen in einem Kreuzworträtsel des Daily Telegraph auftauchten. War da ein Agent am Werk, der militärische Geheimnisse an die Deutschen verriet?
Der Verfasser des Kreuzworträtsels wurde sofort festgenommen und verhört. Doch wie sich herausstellte, war der Mann vollkommen unschuldig. Dass die Codenamen Utah, Omaha, Gold, Juno und Sword allesamt in einem einzigen Kreuzworträtsel auftauchten, war purer Zufall. Extrem unwahrscheinlich, aber eben nicht unmöglich.
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