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Es gibt kein zurück mehr. Der Klimawandel ist da

Beowulf Sheeran, Rowohlt
Es gibt kein zurück mehr. Der Klimawandel ist da
Jonathan Franzen ist ein weltberühmter Bestseller-Autor. Der US-Amerikaner wurde in seinem Land mit dem National Book Award und in Deutschland mit dem Welt-Literaturpreis ausgezeichnet. Allein sein Roman "Korrekturen" verkaufte sich viele Millionen mal.
Im letzten Jahr erschien im Rowohlt Verlag ein ungewöhnliches Essay des US-Autors. Es trägt den Titel "Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?" Untertitel: "Gestehen wir uns ein, dass wir die Klimakatastrophe nicht verhindern können."
Franzen's These: Seit dreißig Jahren wird versucht, den Klimawandel zu stoppen. Doch die Menschheit schafft das einfach nicht. Egal ob Pariser Klimaschutzabkommen, C02-Steuern oder Fridays for Future, das war und ist alles für die Katz. Es ist längst zu spät. Der Point of no Return ist schon lange überschritten.
Franzen rät dazu, sich von der Illusion zu verabschieden, dass wir die Erderwärmung noch aufhalten können. Stattdessen sollten wir uns so gut wie möglich auf künftige Hitzewellen, Überschwemmungen, Dürreperioden, Missernten und Flüchtlingswellen vorbereiten.
Franzen: "Entweder wir hoffen weiter, dass sich die Katastrophe verhindern lässt, und werden angesichts der Trägheit der Welt nur immer frustrierter oder wütender. Oder wir akzeptieren, dass das Unheil eintreten wird, und denken neu darüber nach, was es heißt, Hoffnung zu haben."
Unter Hoffnung versteht Franzen offenbar, dass wir alles in die Waagschale werfen, was uns an modernen Technologien zur Verfügung steht, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.
Es gibt tatsächlich einige Bemühungen, sich auf den Klimawandel vorzubereiten. Forscher suchen nach Getreidesorten, die besser mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen. Städteplaner loten Möglichkeiten aus, unsere Betonklötze in heißen Sommern abzukühlen. Und es wird nach neuen Strategien für den Küstenschutz geforscht. Doch das alles existiert bislang nur auf dem Papier.
Die Regierung Merkel geht nämlich einen anderen Weg. Den Greta-Weg. Und der ist schizophren. Auf der einen Seite räumt Merkel ein, dass man die selbstgesteckten Klimaziele nie und nimmer erreichen wird, auf der anderen Seite setzt sie voll auf Windräder, die Abschaffung fossiler Brennstoffe und Reglementierungen für den C02-Handel. Man will den Klimawandel, den man 30 Jahre lang ignoriert hat, auf Biegen und Brechen rückgängig machen - und vernachlässigt sträflich den Schutz der Bevölkerung.
Seit dem Jahr 2008 hat die Regierung Merkel nicht weniger als vier Strategiepapiere zur Anpassung an den Klimawandel herausgegeben. Sie tragen Titel wie "Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel" (2008) oder "Aktionsplan Anpassung" (2015). Doch bis auf ein paar Fördergelder für Dachbegrünungen und einen kleinen Geldpreis für "Anpassungspioniere" ist nicht viel dabei herausgekommen.
Im Jahr 2017 gingen sogar CDU- und CSU-Politiker gegen diese Klimapolitik auf die Barrikaden. Der sogenannte Berliner Kreis forderte ein Umdenken. Merkel solle sich nicht länger von Forschern und Klimaaktivisten "moralisch erpressen" lassen. Es sei an der Zeit, endlich realistische Ziele ins Auge zu fassen, um die deutsche Bevölkerung vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.
Merkel - scheinbar allmächtig wie sonst nur Putin - ficht das alles nicht an. Sie setzt weiter auf die "Abschaffung" des Klimawandels und baut fleißig ökologische Wolkenkuckucksheime. Dass sich China, die USA und Indien, die für mehr als 50 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind, schon lange von "ihrem" Kurs verabschiedet haben, scheint die Kanzlerin zu verdrängen. Am deutschen Öko-Wesen soll die Welt genesen.
Jonathan Franzen ist übrigens nicht der einzige, der glaubt, dass wir den Klimawandel nicht mehr stoppen können. In einer im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie des Netherlands Institute of Ecology und des Yale Climate & Energy Institute kommen mehr als 50 internationale Forscher zu dem Ergebnis, dass der Point of no Return längst überschritten ist. Der Klimawandel ist da und wir werden mit ihm leben müssen. Deshalb ist es an der Zeit, sich den Folgen des Klimawandels zu stellen und diese so gut es geht abzumildern.
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